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Anpassempfehlung

Die Anpassung von "HydroCone" ist sehr unkompliziert und zeitsparend. Für die Anpassung gibt es zwei Möglichkeiten:

Anpassung mit Anpassatz :

Der Anpassatz enthält 6 Kontaktlinsen: 3 für beginnenden und 3 für fortgeschrittenen Keratokonus mit je 3 unterschiedlichen Basiskurven. Es wird empfohlen mit der mittleren Basiskurve zu beginnen und entsprechend des Sitzverhaltens die flachere oder steilere Kurve zu wählen.

Anpassung mit Messlinsen :

Entsprechend der Topographie, dem Visus und der Klassifizierung des Konus wird eine erste Messlinse empfohlen. Ein Berechnungstool finden Sie unter den Downloads. Diese wird am Kunden geprüft, modifiziert und die entsprechenden Parameter neu bestellt. Die Messlinsen werden mit einem Planzylinder geliefert. Durch Autorefraktometermessung und einer abschliessenden objektiven Überrefraktion wird die endgültige Kontaktlinse bestellt. Ein Anpassleitfaden oder die Anpassberatung steht Ihnen jederzeit zur Verfügung. Ein entsprechender Anpassleitfaden steht Ihnen zur Verfügung oder die Anpassberatung hilft gerne unterstützend bei der Anpassung.

Fitting advice

Die Anpassung der HydroMed für Post-Lasik ist sehr unkompliziert und mit einem einfachen Anpasssatz zeitsparend. Für Post-Keratoplastik und irreguläre Hornhaut empfiehlt es sich, in Zusammenarbeit mit der Anpassberatung die erste Messlinse zu bestimmen.

Anpassung mit Anpasssatz :

Es gibt einen Anpasssatz für die 2-kurvige „HydroMed“ welcher für die Post-Lasik Anpassfälle (Refraktive Chirurgie) entwickelt wurde. Dieser  enthält 4 Kontaktlinsen. Entsprechend der Topographie wählt man die geeignete Basiskurve aus den Messlinsen aus.

Anpassung mit Messlinsen :

Entsprechend der Topographie und der Klassifizierung wird eine erste Messlinse empfohlen. Ein Berechnungstool finden Sie unter den Downloads. Diese wird am Kunden geprüft, modifiziert und die entsprechenden Parameter neu bestellt. Die Messlinsen werden mit einem Planzylinder geliefert. Durch Autorefraktometermessung und einer abschliessenden Überrefraktion wird die endgültige Kontaktlinse bestellt. Ein entsprechender Anpassleitfaden steht Ihnen zur Verfügung oder die Anpassberatung hilft gerne unterstützend bei der Anpassung. Eine gute Unterspülung der Kontaktlinse wird empfohlen um die Korrektur von Irregularitäten auf der Hornhautvorderfläche sowie einen genügenden Tränenaustausch zu gewährleisten. Wird die erwartete Sehleistung mit der dünnen Kontaktlinse nicht erreicht, kann auf der Vorderfläche die Optikzone optimiert werden.

Anpasstipps

Die Verwendung von Messlinsen wird grundsätzlich empfohlen.

Wahl der passenden Geometrie:

liegt ein Grad 1 oder 2 vor, und/oder eine Topographie > 6,5 mm so wird die „FlexConeK12“ als initiale Linse empfohlen. Bei Grad 3 oder 4 und/oder einer Topographie < 6,5 mm verwenden Sie die „FlexConeK34“

Modifikationen

Erhöhen Sie den Durchmesser gemäss der Dezentrierung des Konus Wenn der Sitz zentral zu flach oder zu steil ausfällt, so verändern sie r0 dementsprechend Falls die „K12“ peripher zu steil sitzen sollte, wechseln Sie auf „K34“ bei gleichbleibendem r0. Falls die „K34“ peripher zu flach sitzen sollte, so wechseln Sie auf „K12“ bei unverändertem r0. Falls die Rückflächengeometrie nicht zu einem befriedigenden Sitzverhalten führt, oder eine besondere Topographie es verlangt, kann über die "Orbiflex SxS" die Rückfläche individuell parametriert werden.  

Anpasstipps

Die Verwendung von Messlinsen wird für die Anpassung der FlexMed grundsätzlich empfohlen.

Wahl der passenden Geometrie:

Es gibt 3 verschiedene Randabflachungen: M (Medium, Standard), S (Steil) und F (Flach). Mit der mittleren Abflachung beginnen, entsprechend flacher (F) oder steiler (S) gemäß Fluorbild. Falls die Rückflächengeometrie nicht zu einem befriedigenden Sitzverhalten führt, oder eine besondere Topographie es verlangt, kann über die "Orbiflex SxS" die Rückfläche individuell parametriert werden.  

Baby Kontaktlinsen - Anpasstipps

Der Hornhautdurchmesser eines Neugeborenen beträgt im Mittel 9.5 mm. Das Hornhautwachstum ist Ende des zweiten Lebensjahres (ca. 11.7 mm) beendet.

Messlinsen:

Dia = 12.50 ; BC: 7.40 / 7.80 / 8.20

Anpassprinzipien:

Pädiatrische Kontaktlinsen, sowie auch alle anderen Kontaktlinsen, sollten zentrisch, mit einem stabilen Sitzverhalten angepasst werden. Die zentrale Optische Zone sollte über dem gesamten Pupillenbereich liegen. Da Kleinkinder typischerweise mehr Zeit auf dem Rücken liegend verbringen, als vergleichsweise ein erwachsener Mensch, ist davon auszugehen, dass sich eine gewichtsbedingte Dezentrierung auch anders auswirken wird. Ein weiterer Schlüsselfaktor ist das Ein – und Absetzen der Kontaktlinse: ein möglichst kleiner Gesamtdurchmesser vereinfacht diesen Prozess.

Erforderliche Messungen:

(hilfreich für die 1. Anpassung)

  • HH Radien
  • Irisdurchmesser  (DHIV)
  • Refraktion

Wahl der 1. Messlinse

BC          HH-Radien +0,30 mm Durchmesser = Irisdurchmesser + 1,50mm Stärke: HSA auf „0“ bei Brillenrefraktion  
HH Durchmesser (mm) 9.00 9.50 10.00 10.50
KL Durchmesser (mm) 12.00 12.50 12.50 13.00
Flacher HH Radius (rcfl) Basiskurve
< 7.00 7.20 7.20 7.40 7.40
< 7.50 7.70 7.70 7.90 7.90
< 8.00 8.20 8.20 8.40 8.40
Die Hornhaut wird im Alter flacher, deshalb muss der BCOR mit angepasst werden, wenn der Patient älter wird. Kleinkinder verhalten sich im Anpassraum nicht immer sehr kooperativ, deshalb kann die folgende Tabelle weitere Anhaltspunkte geben:
Alter Basiskurve KL Durchmesser (mm) Stärke (dpt.)
0-3 Monate 7.20 12.00 +40.00
3-6 Monate 7.40 12.50 +36.00
6-9 Monate 7.60 13.00 +33.00
9-12 Monate 7.80 13.00 +30.00

Anpassempfehlungen:

Die Baby Kontaktlinse sollte zentrisch vor der Pupille sitzen und sich bei Lidschlag ca. 1 mm bewegen. Dabei den kleinstmöglichen Durchmesser wählen. Eine kleine Luftblase bei dem erstem Aufsetzen ist normal, sollte aber nach den ersten Lidschlägen verschwunden sein

Flachanpassung:

Anhand des Push-up-Testes kann festgestellt werden, ob sich die Kontaktlinse gut zentriert. Dezentriert die Kontaktlinse oder wird sie vom Oberlid festgehalten und weist einen Hochsitz auf, so muss der Gesamtdurchmesser um 0,50 mm erhöht oder bzw. die BCOR um 0,3mm reduziert werden. Evtl. eine Kombination aus beiden Möglichkeiten in Erwägung ziehen.

Steilanpassung:

Von einer Steilanpassung wird gesprochen, wenn für länger als 10 Minuten unter dem Kontaktlinsenzentrum eine Luftblase  festzustellen ist. Diesen Effekt kann man beheben indem die BCOR erhöht wird. Generell wird eher eine Flachanpassung als eine Steilanpassung empfohlen.

Festsitz:

Eine fest sitzende Kontaktlinse wird beim Push up Test nicht reagieren. Man kann eine stark reduzierte Bewegung beobachten. Desweiteren können Rötungen und Irritationen der Augen zu beobachten sein. Eine zu fest sitzende Kontaktlinse kann in manchen Fällen von der Cornea wegrutschen und sich dezentriert fest “saugen“. Durch die hohe Mittendicke, der starken +Linsen und dem kleinen Gesamtdurchmesser im Vergleich zu durchschnittlichen weichen Kontaktlinsen, kann es bei der Anpassung von Babylinsen häufig zu einem Festsitz kommen. Sollten diese Beobachtungen zu Grunde liegen so wird empfohlen die BC um 0,5mm flacher zu wählen.

RX Beurteilung:

Es wird empfohlen eine Überrefraktion mittels Skiaskop zu machen. Nach einer Eintragezeit von wenigen Stunden kann ebenfalls mittels Skiaskop der Restzylinder festgestellt werden, falls notwendig. In sehr jungen Jahren liegt allerdings selten eine astigmatische Korrektion vor.