medical.swisslens.ch

Irreguläre Hornhaut

Heutzutage werden operative Eingriffe am Auge zwingend, um die Sehkraft zu retten, oder freiwillig durchgeführt um die Sehschärfe zu korrigieren. Besonders die freiwillige Korrektion der Sehschärfe durch eine Laserbehandlung (z.B. Lasik) hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Keratoplastiken, also Transplantationen von einer Spenderhornhaut, werden schon seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt um das Augenlicht zu retten. Am häufigsten wird diese, meist unproblematische Transplantation, bei Keratokonuspatienten durchgeführt, wenn bei dem Betroffenen der Konus schon so weit vorgeschritten ist, dass mit Keratokonuslinsen keine vernünftige Versorgung mehr getätigt werden kann. Weitere Ursachen für eine solche Operation können Verletzungen oder Infekte sein.

Lasik – Korrektur der Sehschärfe

Ein operativer Eingriff an der Hornhaut verläuft weltweit in 95% aller Fälle problemlos. Dennoch bleibt ein Restsatz von 5% aller Eingriffe, die den Patienten vor Schwierigkeiten stellen. Informationen zu Post-Lasik

Oft klagen Betroffene über:halo-ck

Halosehen, Nachtblindheit, trockene Augen, Schleiersehen, schlechter Sehschärfe und müssen tagtäglich diesen Symptomen mittels Augentropfen oder anderen Medikamenten, Brille oder Kontaktlinsen entgegenwirken.

Desweiteren kann es nach einer LASIK oder ähnlichem Eingriff zu anderen Spätfolgen kommen:

1) Die Hornhautoberfläche weist plötzlich Irregularritäten auf:

  • Die Sehschärfe fällt ab, Astigmatismus tritt auf
  • Halosehen, Schleiersehen

2) Die Alterssichtigkeit stellt sich ein:

  • Der Griff zur Lesebrille wird notwendig
  • Der Wunsch nach Mehrstärkenlinsen tritt auf

Ein Jeder, der in diesem Falle kein Verlangen hat zum erneuten Brillenträger zu werden, hat nun die Möglichkeit sich Kontaktlinsen anpassen zu lassen. Die Vielfalt an verschiedenen Kontaktlinsen auf dem internationalen Markt ist riesengross, doch die Schwierigkeit ein Produkt zu finden, dass eine operativ behandelte Hornhaut optimal versorgen kann ist allzu greifbar.

Dieses Problem hat sich SwissLens zu Herzen genommen, und mittels einer speziell gestalteten 2 kurvigen Kontaktlinsenrückfläche, die exakt auf die zentral gelaserte Hornhautfläche angepasst wird, ist es nun möglich, mit modernen Kontaktlinsenmaterialien eine gelaserte Hornhaut optimal auszukorrigieren, sodass Sie als Betroffener mittels einer Kontaktlinse, weich “HydroMed” oder formstabil “FlexMed“, wieder einen hohen Seh- und Tragekomfort erwarten können.

Post-Keratoplastik

Normalerweise wird eine Post-Keratoplastik (PKP) bei Keratokonus-Patienten erst im Endstadium durchgeführt. Aber auch bei einer starken Irregularität durch Verletzungen oder Infekten, bei der die Sehleistung nicht mehr anders korrigiert werden kann, wird die betroffene Hornhaut durch eine neue, transparente Hornhaut ersetzt.

hamm-manuela-od-4p1638173280-ck
Bei einer solchen Operation ist es sehr schwierig, das Transplantat so auf der ursprünglichen Hornhaut zu fixieren, dass kein Restsehfehler, besonders ein irregulärer Astigmatismus, übrigbleibt. Daher werden normalerweise diese Patienten wieder mit einer Kontaktlinse zur Verbesserung des Sehens ausgestattet.

Irreguläre Hornhaut

Als irregulären Astigmatismus bezeichnet man eine Hornhautverkrümmung, welche keinem regelmässigen Muster folgt. Meist erwirbt man einen irregulären Astigmatismus in Folge einer Erkrankung, eines Unfalls oder einer Augenoperation. Nicht selten sind auch Narben auf der Hornhaut ein zusätzlicher Aspekt der zur Unregelmässigkeit führt. Diese können zu grossen Einschränkungen im Sehen, bei der täglichen Arbeit und zu einer eingeschränkten Lebensqualität führen. Weitere Informationen

Ursachen für eine irreguläre Hornhaut:irreg-neo-ck

  • Infektionserkrankungen mit Hornhautvernarbung
  • Verletzungen mit Vernarbung der Hornhaut
  • Extrem trockene Augen mit „Scheuern“ der Augenlider
  • Operative Eingriffe, medizinisch induziert (z.B. Keratoplastik bei Keratokonus) oder ästhetischer Wunsch (z.B. bei Lasik)
  • Bindehautdegenerationen wie Pterygium

Arten von operativen Eingriffen an der Hornhaut

  • Myopiekorrektur (siehe Lasik)
  • Optische Keratoplastik, zur Visusrehabilitation bei Keratokonus, Dystrophien, Degenerationen und Vernarbungen
  • Tektonische Keratoplastik, bei schweren strukturellen Schäden zur Wiederherstellung der Hornhautintegrität.
  • Therapeutische Transplantation, zur Entfernung von infiziertem Hornhautgewebepkp-naht-ck

Kontaktlinsen

Traditionell werden bei irregulärer Hornhaut und besonders nach einer Keratoplastik spezielle formstabile Kontaktlinsen als erste Wahl angepasst. Mit neuen Materialien setzen sich jetzt immer mehr auch Speziallinsen wie Sklerallinsen und massgeschneiderte weiche Kontaktlinsen durch. Die Hornhaut überbrückenden formstabilen Sklerallinsen liegen dabei nur auf der Bindehaut auf. Die an die Hornhautform angepassten weichen Kontaktlinsen können die Irregularitäten nachmodellieren und so eine optimale Druckentlastung über die gesamte Fläche gewährleisten. Mit den neuen hochsauerstoffdurchlässigen Materialien gewähren Silikon-Hydrogel Linsen eine optimale Versorgung der Hornhaut, auch mit weichen Kontaktlinsen.

Um Betroffene von irregulärer Hornhaut oder nach einer PKP optimal zu versorgen, bieten wir die klassische formstabile Kontaktlinse „FlexMed“ an. Als neue, innovative Möglichkeit haben wir die “HydroMed” entwickelt, eine auf der Rückfläche 3 kurvige, weiche Kontaktlinse. Diese „HydroMed“ verläuft optimal und Druckfrei der Hornhautvorderfläche entlang und besticht durch ihren hohen Tragekomfort.

 

Es wird empfohlen, Kontaktlinsen erst nach einer gewissen Heilungszeit nach der Operation anzupassen. Am besten wenn die Nähte entfernt und verheilt sind.